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Meister und Pokalsieger Thüringer HC zu Gast in der EWS Arena

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Lediglich Mitte September in Buxtehude musste der Thüringer HC in der Hinserie die Punkte abgeben, mit 18:2 Zählern belegt das Team aus dem Thüringer Becken den ersten Tabellenplatz

Zuletzt erreichte die von Herbert Müller trainierte Mannschaft, amtierender Gewinner von Meisterschaft und Pokal, souverän die vierte Runde im DHB-Pokal. Beim letztjährigen Final4-Teilnehmer HSG Bensheim/Auersbach setzten sich die Erfurterinnen souverän mit 31:20 (14:7) durch, wobei alle Feldspielerinnen  zu Torerfolgen kamen. "Alle haben sich gut eingebracht und die Mannschaft ist als solche aufgetreten", freute sich Trainer Herbert Müller.

Das Herzstück der Gäste machen Katrin Engel und Kerstin Wohlbold aus, die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff das Spiel im Griff haben. Die Defensivarbeit der Thüringerinnen gilt als aggressiv und hart, das Spiel nach vorne ist kompromisslos. Die Österreicherin Engel blickt dabei auf eine massive internationale Erfahrung zurück, 2009 war sie Torschützenkönigin bei der WM in China. In Kerstin Wohlbold weiß sie eine quirlige und durchsetzungsstarke Spielmacherin neben sich, die in der zweiten Welle das Spiel macht. Gegenüber der erfolgreichsten Spielzeit der Vereinsgeschichte 2010/2011 ist das Team nur auf einer Position verändert: Linkshänderin Jakubisova hat im rechten Rückraum ihre Chance genutzt und ist zur Stammkraft gereift.

Mit Petra Popluharova hat eine weitere Slowakin im Kader einen großen Schritt nach vorne gemacht. Während die deutsche Jung-Nationalspielerin Nadja Nadgornaja die Vorbereitung aufgrund einer Verletzung nicht mitbestreiten konnte, entwickelte sich Popluharova zu einer wichtigen Stütze. Genau diese Verletzung von Nadgornaja erwies sich dann allerdings als große Schwächung in der Champions League. In der Königsklasse gelang es in der Hammergruppe A nicht Byasen Trondheim (Norwegen) auf Rang vier zu verweisen und in die Hauptrunde einzuziehen, so dass das Abenteuer auf internationalem Parkett vorzeitig beendet werden musste.

Eine oder womöglich auch zwei Spielerinnen des Thüringer HC werden nicht in Göppingen auflaufen. Shenia Minevskaja ist mit einem Kreuzbandriss gehandicapt und wird ihr Team definitiv nicht auf dem Feld unterstützen können. Mit Snelder könnte allerdings die Kreisläuferin ausfallen. Die 21-jährige Niederländerin war im alten Jahr bei der Weltmeisterschaft in Brasilien umgeknickt und hat seither kein Spiel absolviert. Katrin Schröder ist also die einzige Kreisläuferin im Aufgebot der Gäste, in Göppingen ein bekanntes Gesicht. Angesichts des möglichen Ausfalls und der großen Last auf Schröders Schultern kommt es dem Thüringer HC bestimmt gelegen, dass in Göppingen und gegen Trier auf dem Papier leichte Aufgaben warten.

Vielleicht beschäftigt die vierte Runde des DHB-Pokals Anfang Februar die Gemüter schon mehr als die nächsten Aufgaben. Mit dem Buxtehuder SV haben die Erfurterinnen ein Topteam zugelost bekommen und nach der Niederlage in der Liga haben Herbert Müller und Co. eine Rechnung offen. „Immerhin wird es ein Heimspiel in der Salza-Halle sein.“, zeigte sich Herbert Müller demgemäß zwar wenig erfreut, aber kampfeslustig. So wird der Thüringer HC wohl auch in Göppingen auftreten und Pokallos und Verletzungen im Kopf beiseite schieben.

     

Nächstes Pokalspiel

Mi. 14. März 2012 19:30  in der
EWS Arena
TPSG FA Göppingen
vs. HC Leipzig

Nächstes Spiel

So. 25. Februar 2012 16:00 in der
ENSE Sporthalle Bad Wildungen
HSG Bad Wildungen Vipers
vs. TPSG FA Göppingen

Nächstes Heimspiel

Mi. 29. Februar 2012 19:30
TPSG FA Göppingen
vs. HC Leipzig

Tabelle

Platz Mannschaft Tordiff Punkte
1 Thüringer HC +100 24:4
  ...    
8 Bad Wildungen -28 11:15
9 FA Göppingen -9 10:18
10 DJK/MJC Trier  -112 2:26
11 SVG Celle -75 0:26

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