Göppingen in der Liga wieder auf Playoff-Platz

Drucken

Über der Partie gegen die DJK/MJC Trier am Donnerstagabend lag der große Schatten einer richtungweisenden Bedeutung. Die Gäste von der Mosel konnten mit einem Sieg bis auf einen Punkt an die vor der Partie neuntplatzierten Frisch Auf Frauen heranrücken. Beide Teams starteten nervös und nach sechs Minuten führten die "Trierer Miezen" mit 2:1.

Doch schnell sollte sich erweisen, dass die Triererinnen nicht in der Lage sein würden in Göppingen Paroli zu bieten. Göppingen baute allmählich einen Vorsprung auf und konnte sich dabei dank einer guten Defensivarbeit mannigfaltige Schwächen im Angriff leisten. Gebremst von technischen Fehlern, leuchtete nach 19 Minuten ein 9:4 auf den Anzeigetafeln in der EWS Arena.

Die Angriffsschwäche konnte Trier auch nach einer Auszeit nicht abstellen. Während Göppingen die Möglichkeit vergab noch wesentlich höher als mit einem 13:6-Halbzeitstand in die Kabine zu gehen, warfen die "Miezen" in den zehn Minuten vor der Pause nur noch zwei Tore.
Während Aleksandar Knezevic bei Göppingen viel wechselte und versuchte, die Last zwei Tage vor dem Pokalspiel in Weibern etwa zu verteilen, wirkten die Gastgeberinnen dennoch angestrengt. Ruhe kam nicht ins Spiel, auch nicht als Angela Dolder die Rolle der Spielmacherin übernahm. Es musste also vor allem darum gehen, gelassen in die zweite Hälfte zu gehen um Trier den Schneid vollends abzukaufen und mit einem Heimsieg ins Jahr 2012 zu starten.

Nach der Pause gewann die Partie an Tempo, weil beide Teams in der Offensive Dampf machten, aber Göppingen die Defensivarbeit immer wieder aufgab. Dabei haderte Göppingen auch mit einigen Zeitstrafen, zumal Gästetrainer Dago Leukefeld die Überzahl darauf verwendete, mit einer offensiven Abwehr den Spielaufbau der Gastgeberinnen zu stören.
Als Dieric einen Strafwurf von Daniels und zwei Konter von Karolius abwehrte, jubelten die Moselanerinnen.  Anstatt Göppingen vorentscheidend auf elf Tore enteilte, verharrte der Spielstand bei 17:9 (40.), ehe Premm nach 43 Minuten die Zehn für Trier vollmachte.
Anika Leppert kam derweil nur zu einem Kurzeinsatz in der Abwehr, ehe sie auf die Sünderbank musste.

Vollzählig stand dann beim 21:11 (48.) endlich eine zweistellige Führung. Der Sieg war Göppingen damit nicht mehr zu nehmen, während die Schiedsrichter weiterhin für lichte Reihen bei den Gastgeberinnen sorgten. Mangelnde Konzentration in der Abwehr führte immer wieder zu Fehlern, doch Göppingen konnte es sich auch leisten, Kräfte für das Pokalspiel am Samstag zu sparen. Mit einem wegweisenden 27:19-Sieg legt Göppingen eine wichtige emotionale Grundlage für das DHB-Pokal-Spiel beim Zweitligisten in Weibern, das in der Nähe von Koblenz liegt, also wieder ein Gegner aus Rheinland-Pfalz.

"Dadurch, dass wir sehr früh einen hohen Vorsprung hatten, konnten wir etwas variieren", war Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic, seit kurzem in einer Doppelrolle auch Geschäftsführer, froh darüber, dass sein Team schon zur Pause mit sieben Toren vorne lag und die Weichen Richtung Sieg gestellt hatte. In Weibern erwartet Göppingen ein schwerer Gegner, der aktuelle Tabellenführer der zweiten Liga, die seit dieser Saison nur noch aus einer Staffel besteht. "Die haben einen Lauf und spielen zuhause, da brauchen wir das Selbstbewusstsein, das wir heute sammeln konnten", ist Knezevic guten Mutes, dem Final4, das Ende April in Göppingen stattfindet, am Samstag einen Schritt näher zu kommen und einen weiteren Erfolg einzufahren.

Quelle: NWZ - 07.01.12 - Felix Buß

Kurztabelle


Mannschaft Tordiff Punkte
1 Thüringer HC
+114 32:8
2
 Buxtehuder SV
+54
32:8
 
...    
7
FA Göppingen -12 17:23
8
HSG Blomberg-Lippe
-3 16:24

Gesamte Tabelle



Live Ticker



Live Ticker