Glanzloser Pflichtsieg

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19:29 beim TuS Lintfort – HC Leipzig im Viertelfinale

Der vorletzte Schritt ist getan. Die Bundesligahandballerinnen von Frisch Auf nahmen die Hürde beim Drittligisten aus Lintfort ohne Mühe und siegten mit 29:19 (12:8). Im Viertelfinale um den DHB-Pokal wartet nun mit dem HC Leipzig ein anderes Kaliber.
Bekanntlich hat der Pokal seine eigenen Gesetze, aber nicht nur das. Im Fall der Göppingerinnen hat er auch eine fast schon beängstigende Regelmäßigkeit. Schon bevor die Grün-Weißen den Schritt ins Viertelfinale gemacht hatten, stand mit dem Top-Team aus Sachsen der Gegner für das Viertelfinale fest. Ein Déjà-Vue für den Trainer und die Spielerinnen, denn Pokal-Vergleiche mit Leipzig gehören schon fast zum Tagesgeschäft. Zum vierten Mal in Folge wird der deutsche Rekordmeister in Göppingen gastieren. Zuletzt gab es für die Sächsinnen dabei mit 30:23 (2010) und 32:26 (2011) jeweils im Achtelfinale einen Sieg unter dem Hohenstaufen. Doch im Viertelfinale 2009 feierten die Göppingerinnen einen sensationellen 28:24-Erfolg, nachdem man eigentlich schon aussichtlos zurückgelegen hatte. „Es hat Tradition“, erklärt Aleksandar Knezevic die nächste Pokalaufgabe, die vermutlich am ersten Märzwochenende in der EWS Arena steigen wird. „Es ist ein starker Gegner, aber wir haben gerade zu Hause gegen jeden eine Chance und somit bleibt der Einzug ins Final Four unser Ziel“, ergänzt der FA-Trainer.
Unter dem Eindruck der Auslosung geriet der Auftritt beim TuS Lintfort fast schon zur Nebensache. Schon vor der Begegnung stellte FA-Trainer Knezevic klar, dass es ihm einzig um das Weiterkommen ging und diesen Auftrag erfüllten die Grün-Weißen, ohne dabei zu glänzen. Vor allem die Chancenauswertung ließ stark zu wünschen übrig und so war es beim 8:12-Halbzeitstand noch relativ knapp. Daran änderte sich im zweiten Abschnitt zunächst wenig. Bis zum 15:19 (45.) hielt der Außenseiter den Abstand, ehe Göppingen zum Schlussspurt ansetzte. Über ein 16:23 in der 50. Minute zogen die Grün-Weißen letztlich zu einem standesgemäßen 19:29-Auswärtserfolg davon. „Das Werfen war heute nicht unsere Stärke, das darf uns eigentlich nicht passieren“, resümierte Knezevic, der mit dem Kampf und Willen seines Teams zufrieden war. „Der Sieg war nie gefährdet und damit das Ziel erreicht“, erklärte der Trainer die Aufgabe als erledigt.
In den weiteren Begegnungen im Viertelfinale treffen Bad Wildungen und Bayer Leverkusen, genau wie Frisch Auf, in einem reinen Bundesligaduell aufeinander. Buxtehude darf die Zimmer für das Final Four wohl schon buchen, auch wenn die Füchse Berlin, souveräner Tabellenführer der 3. Liga Nord, nicht zu unterschätzen sind. Der VfL Oldenburg empfängt den TuS Metzingen und der Weg der „TuSsies“ im diesjährigen DHB-Pokal sollte dann enden. Nachdem am Wochenende der Titelverteidiger aus Erfurt, im vergangenen Jahr mit über 300 Fans angereist und maßgeblich für die Stimmung im Göppinger Handballtempel verantwortlich, ausschied, dürfte auch der Veranstalter auf einen Einzug der Frisch Auf Frauen ins diesjährige Final Four hoffen. Die Grün-Weißen hätten ohnehin nichts dagegen.
Frisch Auf Göppingen: Grabowski, Jankovic – Scheffknecht (5/1), Dolder (2), Stellbrink (4/2), Daniels (1/1), Weigelt, Karolius (4), Dinkel (7), Kiedrowski (2), Leppert, Vojtiskova (4)

 

Kurztabelle


Mannschaft Tordiff Punkte
1 Thüringer HC
+114 32:8
2
 Buxtehuder SV
+54
32:8
 
...    
7
FA Göppingen -12 17:23
8
HSG Blomberg-Lippe
-3 16:24

Gesamte Tabelle



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